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Tipps für Vorlesepaten: Archiv

  • Wer vorlesen möchte, muss sich auf sein Publikum vorbereiten.

  • Lieber eine kurze Geschichte, die ankommt, als eine längere Geschichte, die langweilt.
    • Das Thema der Geschichte soll Kinder ansprechen.
    • Die Geschichte soll dem sprachlichen Entwicklungsstand der Kinder entsprechen
  • Vorlesen ist nicht einfach lautes Lesen.
    • Vieles, was beim stillen Lesen gefällt und anspricht, erweist sich beim lauten Lesen als sperrig und umständlich, manches klingt in den eigenen Ohren „nicht schön“. Warum sollte man seinem Publikum zumuten, was einem selbst missfällt?
  • Je besser man „seine“ Geschichte im Kopf hat, desto leichter kann sie von Anfang an vermittelt werden.
  •  Zuhören unterliegt anderen Bedingungen als Lesen.
    • Beim Lesen ist man selber aktiv: Man hat etwas vor Augen, steuert das Tempo, kann voraus schauen oder zurück und nach belieben Pausen machen.
    • Denke was du sprichst, während du es sprichst!
    • Beim Zuhören hat man oft nichts vor Augen, das Tempo wird vom Vorlesenden bestimmt, an Textpassagen verweilen kann dazu führen, den Anschluss zu verpassen, dann muss man sich mit Zwischenfragen aus der Patsche helfen.
    • Zuhören bedeutet scheinbar Widersprüchliches: Äußerlich äußerste Ruhe und zugleich innerlich äußerste Angespanntheit und Bewegung
  • Vorbereiten heißt zu planen, was getan werden möchte, wie es gemacht werden soll und es zu üben.
  • Mich kann kein Satz überraschen!
  • Geschickt eingesetzte Kontraste machen das Zuhören abwechslungsreicher.
    • Schnell – langsam
    • Laut – leise
  • Gestik und Mimik unterstreichen den Text, aber auf die richtige Dosierung kommt es an. VorleserInnen sind keine SchauspielerInnen!
  • Pausen zulassen!
    • Pausen helfen den Text zu gliedern und werden vom Leser individuell gesetzt.
    • Pausen können verschiedene Funktionen haben: Die Ruhe vor dem Sturm, ein Moment des "Nach-Denkens", ein Moment des "Vor-Fühlens".
  • Abwechslung öffnet das Herz!

Buchtipps für Vorlesepaten

Rund um die Welt ist Weihnachten

In dem klassischen Wimmelbuch ohne Text werden zehn Winter- und Weihnachtsbräuche aus aller Welt (Schweden, Grönland, Südafrika, Indien, USA, Kanada, Brasilien, Bahamas, Russland, Schweiz) vorgestellt. Auf jeder Seite gibt es eine Szene, welche eine Brücke zur nächsten Seite darstellt. Am Anfang und Ende des Buches sind kurze Erläuterungen für Erwachsene enthalten, ebenso Bildausschnitte, die im Buch gesucht werden können. → Es ist hilfreich, sich vorher mit der komplexen Bildsprache vertraut zu machen, um Kinder (zunächst) heranführen zu können.


Mein erstes Auto war rot

Der Ich-Erzähler erhält von seinem Opa eine Seifenkiste, die er gemeinsam mit seinem Opa wieder fahrbereit macht. Sein jüngerer Bruder will zu seiner ersten Spritztour unbedingt mit. Widerwillig nimmt er ihn mit, was sich zuletzt als klug erweisen sollte.
In Anlehnung an den kindlichen Satzbau wird mit kurzen Sätzen (teilweise Ein- und Zweiwortsätze) eine komplexe Geschichte erzählt. Die Bilder erzählen die Geschichte über die erzählte Handlung hinaus. Um diese in Wort und Bild verstehen zu können, müssen die Leerstellen in Bild und Text – wie bei einem Comic – selbst gefüllt werden.


Ich will so sein wie meine Freunde

Der kleine Rabe Gukki möchte nicht nur so aussehen wie seine Freunde die Blaufedern, sondern am liebsten auch bei ihnen wohnen. Also malt er sich blau an, vergisst nicht, selbst seinen Schnabel gelb einzufärben und begibt sich voller Stolz auf den Weg zu ihnen. Doch die Blaufedern erkennen ihn nicht und behaupten sogar, dass er nicht Gukki sein könnte, da dieser ganz anders aussehen würde. Was soll er jetzt nur machen?


Das Allerwichtigste

Ein Hase, Igel, Giraffe, Frosch, Vogel, Elefant, Ente und Biber unterhalten sich darüber, welches Körperteil bzw. welche ihrer Eigenschaft die wichtigste wäre. Doch erst die Eule erkennt, dass „alle diese Dinge wichtig“ sind. „Diese wunderbare moderne Fabel lehrt uns, dass jeder seine eigenen individuellen Stärken hat und wir nicht alle gleich sein müssen – eine wertvolle Moral für unsere multikulturelle Gesellschaft.“


Wer versteckt sich?

18 Tiere stehen in Reih’ und Glied da. Doch plötzlich verstecken sich einige von ihnen, drehen sich um, beginnen zu weinen oder schlafen sogar ein. → Wer weiß, um welche/s Tier/e es sich handelt? Die Tiere wurden auf wesentliche Erkennungsmerkmale reduziert und in vereinfachter Form dargestellt. Jedes Tier wird zunächst namentlich erwähnt.


Stimmt das? Verrückte Tiere

Erstes Sachwissen über Tiere (Hühner, Goldfische, Löwen, Pinguine, Giraffen, Schafe, Schnecken) in Frage- und Antwort. Überraschende Fragestellung nicht erst am Ende des Buches sondern mittendrin. Pro Doppelseite eine Frage, die richtige Antwort findet sich hinter der jeweiligen Klappe.


Meine große kleine Welt

Fantasiereise in Wort und Bild durch den kindlichen Mikrokosmos, bei der nebenbei Präpositionen (Verhältniswörter) wie vor, unter, hinter… erfasst werden können.


Von Drachen und Mäusen

Eine Anthologie zum Staunen und Träumen


Das Blaubeermonster

Fortsetzungsgeschichte für Kindergartenkinder


Steppenwind und Adlerflügel

Ein Winterabenteuer in der Mongolei


Praktische Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten von Kinderbüchern

Erarbeitet von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des AIM-Workshops „Qualifizierung von Vorlesepaten“ am 21. Juni 2008 in Heilbronn


Praktische Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten von Bilderbüchern

Erarbeitet von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des AIM-Workshops „Qualifizierung von Vorlesepaten“ am 21. Juni 2008 in Heilbronn


Geschichten, Geschichten

Ein Praxistipp aus dem Geschichten-Potpourri für Lesepaten, die an Schulen vorlesen


Der Zauberstrand

Ein literarisches Kleinod zur Ferieneinstimmung


Jasper schafft Platz

Mit Klopapierrollen für Begeisterung sorgen


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